Eiskalt ausgekontert – Floorball Mainz startet mit deftiger Niederlage in die neue Saison

4:14 hieß es am Ende aus der Sicht der Mainzer, die sich den Saisonauftakt auf dem Großfeld doch deutlich anders vorgestellt hatten. Zwar führte Mainz bereits früh und konnte das erste Drittel gegen die leicht favorisierte TSG Erlensee mit 2:5 noch relativ offen gestalten, doch spätestens nach dem 2:6 zu Beginn des zweiten Spielabschnitts zog sich der Gegner in die eigene Hälfte zurück und nutzte seine schnellen Flügelstürmer für eiskalte Konter. Zwei weitere Tore von Großfeld-Debütant Schwörer und ein Treffer von Kapitän Maxi Lüke, waren am Ende nur noch Ergebniskosmetik.

Am Samstag ging es endlich wieder los. Floorball Mainz trat zum ersten Spiel der neuen Spielzeit in Frankfurt an und das Dank des neuen Spielplans erst um 18:00 Uhr, quasi ein „Flutlichtspiel“, was für die meisten Spieler auch erstmal ein Novum war. Zehn Feldspieler und zwei Goalies waren mit nach Frankfurt gereist, wobei viele Stammspieler urlaubs- und verletzungsbedingt absagen mussten, was den Jugendspielern Danny Schwörer und Julie Schwinck direkt die Gelegenheit zum Ligadebut auf dem Großfeld gab. Entsprechend bunt zusammen gewürfelt waren die Blöcke, die dann letztlich auf dem Feld standen.

Doch wer glaubte, dass Mainz infolgedessen noch eine Eingewöhnungsphase brauchte, der wurde bereits in der zweiten Minute eines Besseren belehrt. Einen langen Ball in die Spitze konnte TSG Torwart Effenberger nicht festhalten, was Debütant Schwörer eiskalt zum 1:0 nutzte. Nur eine knappe Minute später durfte sich auch die andere Debütantin auf dem Spielberichtsbogen verewigen, allerdings in Form einer Strafzeit. Die sich anschließende Unterzahl blieb allerdings ohne Folgen für die Mainzer. Was nach einem soliden Mainzer Start in die Partie aussah, kippte dann aber ganz schnell in Richtung des Gegners. Mit einem Dreifach-Schlag binnen 56 Sekunden (5./6./6.) lag plötzlich die TSG aus Erlensee vorn und markierte damit wieder ihre Favoritenstellung.

In der elften Spielminute folgte dann fast eine Kopie des 1:0. Kapitän Maxi Lüke, suchte Schwörer im Slot, der diesmal vor dem gegnerischen Goalie an den Ball kam und gar nicht lang fackelte, sondern den Ball direkt in die Maschen drosch. 2:3 - Ein kurzer Hoffnungsschimmer für Mainz, der allerdings kurz darauf durch den Treffer zum 2:4 durch Pautzke wieder zu Nichte gemacht wurde. In der Folge neutralisierten sich beide Teams weitestgehende, ehe Trageser 33 Sekunden vor der Drittelpause noch auf 2:5 für Erlensee erhöhte.

Leicht geknickt, aber mit „nur“ drei Toren Rückstand ging es dann in die Pause, aus der die Mainzer eigentlich mit neuem Mut herauskommen wollten. Zwar funktionierte das Aufbauspiel nun schon deutlich besser – nachdem man das erste Drittel wohl noch zum Einspielen der neuen Reihen gebraucht hatte – doch die Tore schoss die TSG Erlensee bzw. deren Topscorer Benjamin Rudin, der mit vier Toren für die einzigen Einträge in Spielberichtsbogen in Durchgang zwei sorgte.

Damit war das Spiel im letzten Spielabschnitt bereits entschieden, auch wenn Mainz noch einmal mit dem Mut der Verzweiflung anrannte. Zunächst auch mit Erfolg, denn in der 42. Minute konnte Lüke, mit einer schönen Einzelaktion auf 3:9 „verkürzen“. Nichtsdestotrotz tat sich Mainz in der Folge schwer, da sich die TSG Erlensee in die eigene Hälfte zurückzog und voll auf ihre schnellen Konterspieler setzte. So gelang es dem Gegner auch bis zur 56 Spielminute auf 14:3 davonzuziehen. Trotzdem zeigte Mainz gerade im letzten Spielabschnitt zahlreiche gute Spielzüge und setzte mit einem solchen auch den Schlusspunkt in der Partie. Nach einer schnellen Passstafette war es wieder Schwörer, der auf Zuspiel von David Trippler den Treffer zum 4:14 markierte.

 

Trotz des klaren Ergebnisses, können die Mainzer zuversichtlich auf die kommenden Spiele schauen. Ein Großteil der Gegentore fiel auch nach individuellen Fehlern, welche sich relativ leicht abstellen lassen sollten. Auch zeigte sich im Spielverlauf, dass die Ideen des neuen Trainergespanns langsam Früchte tragen, denn gerade der Spielaufbau wurde Verlauf der Partie immer sicherer und strukturierter. Nächste Woche Sonntag geht es dann auf die lange Reise nach Rosenheim zu den Lumberjacks Rohrdorf, wo dann im Pokalspiel der erste Saisonsieg eingefahren werden soll.

Für Mainz spielten:
Sebastian Zender (Torwart 0 Tore / 0 Assists), Anja Burkhardt (0/0), Maxi Lüke (Kapitän, 1/1), Alexandra Zadilska (0/0), Markus Ihle (0/0), Yannick Schneider (0/0), David Trippler (0/1), Cornelius Burghof (0/0), Mathias Lenzen (0/0), Juliane Schwinck (0/0, 2 Minuten), Danny Schwörer (3/0), Kristian Schneider (0/0), 

Text: Maxi Lüke, Bilder: Selina Porta