Gebrauchtes Wochenende für Floorball Mainz

Am letzten Wochenende standen für das Großfeldteam  zwei Auswärtsspiele an. Samstags spielten ging es gegen Espenau und sonntags gegen die Falken aus Frankfurt. An einem der letzten spielfreien Wochenenden  hatte das Team einen taktischen Trainingstag eingelegt. 

Floorball Mainz macht ein Tief durch um noch stärker zurück zu kommen
Ein gebrochener Schläger, ein gerissenes Kreuzband - mehr gab es am Wochenende nicht zu holen für die Erste

Im ersten Spiel zeigt sich der Erfolg dieser Maßnahme durch ein sicheres Aufbauspiel, daraus resultierten einige Chancen, welche ungenutzt blieben. Selbst durch einen Rückstand ließ man sich nicht verunsichern und konnte ausgleichen. In Spielminute 15 rollte ein lehrbuchmäßiger Konter auf das Espenauer Tor, dieser wurde jedoch durch eine verfrühte Sirene kurz vorm Torerfolg unterbrochen. Anstatt einer Mainzer Führung, gingen die Nordhessen kurz danach wieder in Front. Der abermalige Ausgleich währt nur kurz, durch zwei einfache Tore ging der Tabellenzweite mit 4:2 in die erste Drittelpause. Welche noch mit einer 10 Minutenstrafe für Mainz gekrönt wurde.

Im zweiten Spielabschnitt war eine Verunsicherung in den Mainzer Reihen zu erkennen, zwar wurde nie aufgesteckt. Man erlaubte sich jedoch zu viele einfache Fehler im Defensivverbund und ging deswegen verdient mit einem 4:8-Rückstand in die zweite Pause.

 

NIEMALS AUFGEBEN!!! Mit diesem Geist kamen die Mainzer aus der Kabine. Mit einer Energieleistung gelang der 5:8 Anschlusstreffer. Eine Überzahlsituation wurde zum 6:8 genutzt. Das Mainzer Feuer war entfacht. Chance um Chance erspielten sich die Mannen um Kapitän Lüke. Scheiterten an Pfosten und dem gegnerischen Torwart. Selbst ein erfolgreicher Konter der Espenauer, ließ den Vorwärtsdrang nicht abebben. Dennoch  blieben die Chancen ungenutzt, somit endet das Spiel unglücklich mit 6:9 für Espenau. Der Knackpunkt war ein unkonzentriertes zweites Drittel, verursacht durch die unglückliche Situation der verfrühten Sirene im ersten Drittel und der 10-Minutenstrafe.

Für Mainz spielten: Alexandra Zadilska(0Tore/0Assits/0Strafeminuten), Markus Ihle(1/0/0), Yannick Schneider(0/0/0), Daniel Böhme(0/0/0), David Trippler (2/0/10), Cornelius Burghof(1/1/2), Mathias Lenzen(0/0/0), Jan-Michel Lamschus(0/0/0), Danny Schwörer(0/1/0), [C] Maximilian Lüke(0/0/0), Kristian Schneider(1/0/0), Reto Hediger(1/1/0), [T] Anja Burkhardt(0/0/0)

Bereits am folgenden Tag durften wir die Absurdität, des aktuellen Spielmodus am eigenen Leib erfahren. Während wir am Samstag in Erlensee (bei Frankfurt) GEGEN Espenau (bei Kassel) spielen mussten, stand für Sonntag das Spiel GEGEN Frankfurt IN Espenau auf dem Plan.

Das erste Ziel wurde direkt erreicht, eine konzentrierte Leistung in der Defensive. In den oftmals schwachen Anfangsminuten wurden kaum gegnerischen Torchancen zu gelassen. Vorne agierte die Mainzer zielstrebig und ging durch Tore von Lüke und Schwörer mit 2:0 in Front. Ohne erkennbaren Grund hörten die Mainzer mit ihrer konzentrierten Performance auf und wurden dreimal überrumpelt, trotzdem konnte der Ausgleich noch vor der Pausensirene erzielt werden. Kurz vor der Drittelpause verletzte sich Co-Trainer Yannick Schneider am Knie und droht langfristig auszufallen.

Von diesem Nackenschlag erholte sich das Team in der Pause nicht. Ähnlich wie am Tag zuvor zeigte man ein schwaches zweites Drittel, das mit 1:4 an die Falken ging. Wenige Sekunden vor der zweiten Pause überschlugen sich dann die Ereignisse. Ein Schutzraumvergehen der Frankfurter wurde mit 2 Minutenstrafe und Penalty bestraft, während des Strafschuss wurde Cornelius Burghof durch ein planmäßiges Stören verunsichert. Somit bekamen die Hessen eine weitere 2 Minutenstrafe, welche eigentlich eine härtere Bestrafung hätte sein müssen. Die doppelte Überzahl konnte nicht mehr vor der Pause genutzt werden, da ein Treffer der Mainzer eine Sekunde zu spät die Torlinie überschritten hatte.

 

Im dritten Drittel konnten die Mainzer dann Profit aus der Situation schlagen. Das 5:7 wurde kurz vor Ende der Strafzeiten erzielt. Nun war das Spiel auf Messerschneide, die Mainzer versuchten den zwei Tore Rückstand aufzuholen und ließen somit Platz für gefährliche Konter. Acht Minuten lang wurden Chancen auf beiden Seiten vergeben oder von den Goalies stark entschärft. Bis einer der Frankfurter Konter im Ziel untergebracht werden konnte. Der Genickbruch für die Mainzer. Zwei weitere Tore stellten den etwas zu hohen Sieg der Hessen am Ende auf 5:10.

 

Was bleibt von diesem gebrauchten Wochenende. In beiden Spielen ging jeweils ein Schläger zu Bruch, somit etwas sinnbildlich für den bisherigen Mainzer Saisonverlauf. Dessen ungeachtet zeigten die Truppe um das Trainertrio Lenzen, Trippler und Schneider immer Moral. Die Spielanlage hat sich von Spiel zu Spiel verbessert, jetzt muss das nur noch in Tore und eine konzentrierte Defensivleistung über 60 Minuten umgemünzt werden. Dann stehen den ersten Mainzer Punkten nichts mehr im Weg.

Für Mainz spielten:

Alexandra Zadilska(1Tore/0Assits/0Strafeminuten), Markus Ihle(0/0/0), Yannick Schneider(0/0/0), Daniel Böhme(0/0/0), David Trippler (1/3/0), Cornelius Burghof(1/0/0), Mathias Lenzen(0/0/0), Danny Schwörer(1/0/0), [C] Maximilian Lüke(1/0/0), Kristian Schneider(0/0/0), Reto Hediger(0/0/0), [T] Anja Burkhardt(0/0/0)