Reality Check für Floorball Mainz: Die Durststrecke dauert an! Erster Sieg lässt weiterhin auf sich warten...

Am vergangenen Wochenende ging es für das Großfeldteam der Mainzer Floorballer erneut nach Erlensee, um dort gegen Floorball Griedel anzutreten. Obwohl in der Vergangenheit auch gegen vermeintlich schwächere Gegner keine Punkte errungen werden konnten, war man vor Spielbeginn gegen den Tabellenzweiten dennoch gewohnt optimistisch.

 

Gerade in Anbetracht des aggressiven und körperbetonten Spielstils von Griedel war man sich bei den Mainzern durchaus bewusst, dass auch in dieser Partie um den Sieg gerungen werden musste. Fest entschlossen, sich vom Anpfiff weg wehrhaft zu zeigen und die schon so oft verschlafenen Anfangsminuten mit Energie und Präsenz zu füllen, begannen die Floorballer aus Mainz ihr Spiel aufzuziehen. Einer geschlossenen und engagierten Umsetzung beider Mainzer Reihen, die sich besonders in der Verteidigung sehr kompakt zeigten und nur wenige Chancen zuließen, war es zu verdanken, dass man für die Truppe aus Griedel über weite Teile des ersten Drittels schwerer zu knacken war als erwartet. Obwohl das Team aus Mainz bereits in der fünften Minute das erste Gegentor hinnehmen musste, blieb man in der Herangehensweise sehr beherzt und zielstrebig, nahm die Zweikämpfe gegen größen- und gewichtstechnisch überlegene Griedeler an und erarbeitete sich auch nach vorne die ein oder andere Chance.

 

Max Gerlach (Nr. 11), der sich mit seiner Anwesenheit im Training der Vorwoche einen Platz im Kader gesichert hatte, konnte immer wieder wichtige Akzente im Mainzer Spiel setzen. Sein Anschlusstreffer zum 1:2 (15. Minute), für den er im Torraum drei Griedeler Spieler inklusive Torwart bezwang, setzte ein Ausrufungszeichen hinter die Mainzer Leistung des ersten Drittels.

 

Auf Seiten der Griedeler konnte man dagegen mit diesem Zwischenstand und der knappen Führung zur Pause weit weniger zufrieden sein. In der Konsequenz wurde das zweite Drittel wesentlich kämpferischer begangen und solange es die Schiedsrichter zuließen, bewegte man sich bisweilen auch an der Grenze zur Unsportlichkeit. Diese Gangart versuchten die Mainzer, unter denen sich einmal mehr die aufstrebenden Jugendspielerinnen Alexandra Zadilska und Juliane Schwinck sowie Jugendspieler Danny Schwörer befanden, bewusst anzunehmen und dagegenzuhalten. Letztendlich konnten jedoch nur die Griedeler Aggressoren, die dem Spiel aufgezwungene Härte auch in Zählbares umwandeln und ihre Führung somit bis zum Ende des zweiten Drittels weiter ausbauen. Für die Mainzer, die in einem nun sehr zerfahrenen Spiel, das zu diesem Zeitpunkt eher von zerbrochenen Spielgeräten, umgefallenen Banden und auf dem Boden liegenden oder meckernden Akteuren (oder beides) als von spielerisch Sehenswertem bestimmt wurde, etwas die Übersicht verloren, reichte es nicht für einen Torerfolg und so sah man sich nach Ende der zweiten Spielperiode mit einem doch bereits deutlichen 1:6 Rückstand konfrontiert.

 

 

Zu Beginn des letzten Spielabschnittes meinte man aus Griedeler Sicht die Kräfteverhältnisse wohl ansatzweise wiederhergestellt zu haben und so konnte auf beiden Seiten endlich wieder damit begonnen werden Floorball zu spielen. Obwohl die Mainzer auch dieses Drittel mit 1:5 abgeben mussten – die Floorballer aus Griedel waren vor dem Tor einfach variabler und abgeklärter – erholte sich auch deren Spiel allmählich von den Wirren des zweiten Drittels, was zu länger vermisster Sicherheit im Kombinationsspiel und brandgefährlichen Aktionen nach vorne führte. Spätestens ab diesem Zeitpunkt bekamen alle Zuschauer in der Halle ein ansehnliches Offensivspiel beider Kontrahenten geboten. Gerade die Mainzer kreierten dabei einige gute Torchancen, im Netz landete der Ball leider nur noch ein weiteres Mal zum zwischenzeitlichen 2:8, abgeschlossen durch David Trippler (Nr. 17) in der 9. Minute nach überragender Vorarbeit von Cornelius Burghof (Nr. 28). Am Ende stand mit 2:11 jedoch eine weitere schmerzliche Niederlange für Floorball Mainz zu Buche.

Für Mainz spielten:

Alexandra Zadilska (0Tore/0Assits/0Strafeminuten), Juliane Schwinck (0/0/0), Max Gerlach (1/0/0), Daniel Böhme (0/0/0), David Trippler (1/0/0), Michel Lamschus (0/0/0), [C] Cornelius Burghof (0/1/0), Mathias Lenzen (0/0/0), Danny Schwörer (0/0/0), Kristian Schneider (0/0/0), Reto Hediger (0/0/0), [T] Anja Burkhardt (0/0/0)