Premiere der „Zwoten“ in der Verbandsliga Hessen

Der erste Spieltag der Verbandsliga Hessen hatte etwas Historisches. Nicht nur war es für einige Mannschaften und Spieler der Liga das erste Mal, dass sie am Spielbetrieb teilnahmen. Auch für die Truppe die sich per Regionalbahn aus Mainz aufmachte, war es eine Premiere. Zum ersten Mal nehmen die Mainzer Floorballer mit einer zweiten Mannschaft am Spielbetrieb teil. Das klare Ziel der Mannschaft: Allen, die in der Ersten nicht so regelmäßig zu Einsätzen kommen, möglichst viel Spielpraxis bieten und im gleichen Zug mit dem Aufbau einer Damenmannschaft beginnen.

Das erste Mal Mainz 2 - weitere Unterstützung gerne gesehen
Das erste Mal Mainz 2 - weitere Unterstützung gerne gesehen

Für den weiten Weg nach Espenau hatten sich sechs Feldspieler und Torhüterin Anja Burkhardt aufraffen können. Neben Trainer Maxi Lüke, der aufgrund der geringen Spielerzahl auch selbst zum Schläger griff, waren mit Julie Schwinck, Marcel Baltrusch und Dario König auch drei U17-Spieler dabei, die von allen wohl noch die meiste Spielpraxis auf dem Kleinfeld hatten. Völlig neues Terrain war das Kleinfeld hingegen für Yannick Schneider und Debütantin Maike Werner.

Die fehlende Spielpraxis wurde dann auch gleich im ersten Spiel gegen Tollwut Ebersgöns 2 deutlich. Viele Laufwege stimmten noch nicht und auch das Stellungsspiel in der Abwehr hatte noch viel Luft nach oben. Die schon deutlich erfahreneren und technisch versierten Spieler des TSV Ebersgöns ließen wenige Mainzer Chancen zu und gingen bis zur Pause mit 9:0 in Front. Zu Beginn der zweiten Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild. Zwar zeigte sich bei den Mainzern schon ein erster Lernerfolg, denn gerade im Offensivspiel klappte nun schon deutlich mehr, doch zunächst war es wieder der TSV, der bis zur 31. Minute auf 13:0 erhöhte. Für Mainz war es dann direkt im Anschluss ein Freistoß durch Lüke, der die Rheinstädter auf den Spielberichtsbogen brachte (31.). Nach dem zwischenzeitlichen 1:14, folgte dann eine erste gelungene Kombination der Mainzer, die Debütantin Werner gleich zu ihrem ersten Tor verwandelte. Die Vorlage gab Schneider (33.). Ein Überzahlspiel ließ man in Folge dann leider ungenutzt, sodass es letztendlich im Ergebnis 2:17 hieß.

Im zweiten Spiel des Tages traf man dann auf die TSG Erlensee, die mit ihrer zweiten Mannschaft ebenfalls Nachwuchs- und Aufbauarbeit setzten. Nach einer schnellen 1:0-Führung durch die TSG, konnte Mainz sich vor allem in der Defensive stabilisieren und viele Fehler, die noch im Spiel gegen Ebersgöns zu Gegentoren geführt hatten, ausmerzen. Zehn Minuten lang neutralisierten sich die beiden Teams bis Erlensee eine fünfminütige Schwächephase der Mainzer für drei schnelle Tore zum 4:0 nutzte. Die Antwort folgte allerdings prompt durch Schneider, der einen Assist von Lüke zum 1:4 verwertete. Zwar konnte auch die TSG vor der Pause noch einmal treffen, doch mit einem knappen 1:5 und einer deutlich verbesserten Spielanalage ging man frohen Mutes in die zweite Halbzeit.

Dort war es auch wieder Erlensee, das den besseren Start erwischt und bereits nach einer Minute mit 6:1-Führung ging. Danach zeigte sich aber auch die Unerfahrenheit des Gegners bzw. die Abgezocktheit der Mainzer Jugendspieler, als Baltrusch die zu nah stehende Mauer beim Freistoß einfach anschoss und damit eine zweiminütige Überzahl für Mainz herausholte. Im Vergleich zum ersten Spiele wirkte das Mainzer Powerplay wie verwandelt, doch zunächst scheiterte man immer wieder am Aluminium oder am glänzend aufgelegten Fuchs im Tor der TSG. Erst drei Sekunden vor Ablauf der Strafe, konnte Lüke den Erlenseer Schlussmann auf Vorlage von Baltrusch zum 2:6 überwinden. Nur kurze Zeit später war es erneut Baltrusch, der die nächste Überzahl wegen Abstands herausholte, die trotz zahlreicher Abschlüsse aber ungenutzt blieb. Zum Ende hin schwanden dann bei Mainz etwas die Kräfte, sodass es am Ende 2:10 für die TSG Erlensee stand.

 

Trotz der beiden Niederlagen kann man dem Auftritt der Mainzer bereits viel Positives abgewinnen. Bereits im zweiten Spiel konnte man sich deutlich steigern und bereits einige einstudierte Spielzüge zeigen. Was jetzt noch fehlt ist vor allem Durchschlagskraft im Angriff, aber die wird mit der Zeit auch kommen. Darum geht es ja in der Verbandsliga, dazu lernen und Erfahrung sammeln für die Zukunft.

Für Mainz spielten:
Anja Burkhardt (Torwart, 0 Tore / 0 Assists), Maike Werner (1/0), Yannick Schneider (1/1), Dario König (0/0), Marcel Baltrusch (0/0), Maximilian Lüke (2/1), Juliane Schwinck (0/0)