Zweitligaspitzenreiter beendet den Pokallauf

Der UHC Döbeln reist mit voller Kapelle an und einem Sieg ab

Floorball Mainz erreicht das erste Mal in der Vereinsgeschichte das Sechzehntelfinale des Pokals
100% Focus - Ein Team, ein Ziel

So was gibt es nur im Pokal! Tabellenführer der zweiten Bundesliga Süd/Ost trifft auf Mannschaft aus dem Mittelfeld der Regionalliga West; so lautete die Spielansetzung am letzten Sonntag, den 13.11.2016, im Floorball Deutschland-Pokal der 3. Runde. Die Vorfreude auf das Spiel gegen den UHC Döbeln war groß beim Team von Floorball Mainz, denn bekanntlich schreibt der Pokal seine eigenen Gesetze. Der Außenseiterrolle bewusst, wollte man es dem Favoriten aus Döbeln schwer machen und die reelle Chance auf ein Weiterkommen nutzen. Damit waren die Vorgaben von Trainer Corn klar: Taktische Disziplin und unbedingter Siegeswille sollten die Sensation möglich machen.

 

Das erste Drittel begann jedoch direkt mit einem Rückschlag. Nach nur 7 Sekunden konnte Döbeln bereits den ersten Treffer erzielen. Unstimmigkeiten in der taktischen Zuordnung und fehlende Absprachen verleiteten immer wieder zu individuellen Fehlern bei den Mainzern, die der Zweitligaspitzenreiter eiskalt ausnutzte. Somit gingen die Mainzer mit einem 1:5 Rückstand in die Kabine. Der Anschlusstreffer des Mainzer Stürmers Wanja Woock machte jedoch Hoffnung, dass noch nicht alles verloren war.

 

In der Kabine schworen sich die Mainzer noch einmal ein, denn man wollte sich vor vollem Haus nicht blamieren. Auf dem Feld wurde es jetzt deutlich lauter: „Schuß zu! – „90, 22!“ – „Übergeben!“ Endlich stimmten die Ansagen und jeder Mainzer stand jetzt eng am Gegner und  warf sich in die Abschlüsse der Döbelner. Man ließ sich auch nicht weiter vom aggressiven und körperbetonten Spiel des Gegners beeindrucken und nahm den Kampf an. Das Mainzer Team wurde belohnt und gewann das zweite Drittel mit 1:0, sicherlich auch bedingt durch die Umstellung auf zwei Reihen.

 

In den letzten zwanzig Minuten des dritten Drittels wollte man es dem Favoriten nun richtig zeigen. Doch leider forderte das kräfteraubende Spiel seine ersten Ausfälle. Konditionsbedingt und durch mehrere Zweitminutenstrafen dezimiert taten sich die Mainzer zunehmend schwer. Döbeln konnte weiter erhöhen. Trainer Burghof stellte daher wieder auf die ursprüngliche Aufstellung um, und in den letzten Minuten wollte man sich bei dem Mainzer Publikum noch mit einem schönen Floorballspiel verabschieden. Leider wurden gute Angriffe der Mainzer nicht mit weiteren Treffern belohnt und so endete das Spiel mit 2:9 und einem verdienten Sieger aus Döbeln.

 

Für viel Heiterkeit sorgte zum Abschluss der Gästekapitän, der wohl als Einziger in der Halle ein Übergewicht an 'Nicklichkeiten' auf Mainzer Seite sah. Den Spaß ließen sich die Gastgeber von den Worten des Strafzeitenkönigs der 2. Liga nicht verderben, wünschten den Döbelnern viel Erfolg in den kommenden Spielen, in denen sie auf den rot-gesperrten Topscorer verzichten müssen und bedankten sich beim Publikum für die tolle Unterstützung.

 

Zum Tagesabschluss ging das Mainzer Team gemeinsam Pizza essen. Wagenrad große Pizzen trösteten über die Niederlage hinweg und die Mainzer Mannschaft freut sich nun wieder auf den Alltag in der Regionalliga. Dort steht der nächste Spieltag am 4.12.2016 in Butzbach an.

Alle Bilder: Stefan Trippler!

Für Mainz spielten:
Sebastian Zender (Torwart, 0 Tore / 0 Assists), Anja Burkhardt (Torwart, 0/0), Markus Ihle (0/0), Christoph Stapelfeldt (0/0), Friedrich Jagnow (0/0), David Trippler (0/0, 2 Minuten), Stephan Diether (0/0), Fabian Mieloch (0/0), Maxi Lüke (Kapitän, 0/0), Cornelius Burghof (0/0), Max Gerlach (0/1, 2 Minuten), Daniel Böhme (0/0), Stefan Schonert (0/0), Reto Hediger (0/0), Kristian Schneider (0/0), Wanja Woock (2/0), Steffen Pluta (0/1, 2 Minuten), Stefan Reccius (0/0), Mathias Lenzen (0/0),