Unser Angriff die Erste

Die Vollstrecker und Sprintwunder

Christoph Stapelfeldt stammt aus der renommierten Nachwuchskaderschmiede von Bundesligist Eiche Horn Bremen. Nachdem es für Stapelfeldt und Team 2006 nur zum niedersächsischen Vizemeister (U18) gereicht hat, gelang 2007 mit dem niedersächsischen Meistertitel und dem deutsche Vizemeistertitel U18 (knappe Finalniederlage gegen den deutschen Rekordmeister Weißenfels) fast der ganz großen Wurf.

Nach dem Abitur verschlug es Stapelfeldt zur niederländischen Floorballgroßmacht UC Face Off Groningen.

Unser Glück ist die starke politikwissenschaftliche Fakultät der JGU, die Stapelfeldt 2012 zum Bachelorstudium (fast abgeschlossen) nach Mainz gelockt und damit in unseren Kader gespült hat. Durch unsere massive Kadererweiterung wird Stapelfeldt in der neuen Saison wieder ausschließlich auf den Flügeln zum Einsatz kommen und nicht wie in der letzten Saison in der Verteidigung aushelfen müssen. Dort dürfte seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und die wuchtigen Angriffsläufe besser zur Geltung kommen und ihm noch bessere Scoring-Bilanzen (letzte Saison 18 Punkte in 11 Spielen) bescheren.

Steffen Pluta - oder auch 'The Machine' - ist ohne Zweifel der größte Floorballspieler, den Mainz bislang gesehen hat.

Obwohl er seine Karriere im Leistungsfloorball 2007 mit nur 27 Jahren an den Nagel hängen musste, konnte er zu dem Zeitpunkt bereits auf 20 Länderspiele in der A-Nationalmannschaft mit zwei WM-Teilnahmen (1998 und 2003) und 4 Toren zurück blicken.

Im Vereinsfloorball ging es vom Ausbildungsverein Leuna, mit der deutschen Floorballkoryphäe Lutz Gahlert, zum deutschen Rekordmeister UHC Weißenfels und dann weiter zu CFC Leipzig. Alleine bei den Leipzigern hat er in den zwei Saisons Erstligafloorball von 2005 bis 2007 in 25 Spielen 32 Tore und 17 Vorlagen gesammelt .... bei 59 Strafminuten. In der Zeit hat sich der Powerforward auch den Spitznamen 'The Machine' erarbeitet. Nach einem Intermezzo bei Nuts Nürnberg verschlug es den gelernten Bankkaufmann und studierten BWLer nach Mainz in eine Factoringgesellschaft. Für das 2008 als zartes Pflänzchen gedeihende Mainzer Floorball ein Segen, ist Pluta doch mit einem brutalen Schuss ausgestattet.

Seit dem ist Pluta mit, mal mehr mal weniger Zeit, aber immer mit Toren und Strafzeiten im Verein dabei. Neben seiner gar nicht genug zu würdigenden Rolle als Vorbild für junge Spieler/innen und Offensivwaffe für den Verein ist Pluta als Beisitzer im Vorstand aktiv und bringt seine jahrelange Floorballerfahrung ein.

Unser Saarländer und treuer 1. FC Saarbrücken-Fan, Yannick Schneider, stammt zwar aus Hüttersdorf, dem sogenannten „Tal der Liebe“, hat aber eher weniger Liebe für seine Gegner im Repertoire. Sportlich gesehen kommt unser wuchtiger Keiler aus dem Fußball und dem Kampfsportbereich, wo er lange Zeit Kickboxen und Hapkido betrieben hat. Ende 2012 verschlug es den 24-Jährigen studienbedingt an die Uni Mainz, wo er sein Lehramtsstudium für Deutsch und Ethik anfing. In Mainz angekommen wurde er zeitnah in der akademischen Turnverbindung Silesia aktiv, die bereits durch Mithilfe unseres Vereins erfolgreich ein Floorballturnier in Mainz ausrichten konnte. Im Laufe der Zusammenarbeit mit Spielertrainer Burghof, den Schneider bereits im Vorfeld kannte, besuchte er dauerhaft unser Training und entdeckte dabei die Liebe zum Floorball. Die Zeit im Fußball und im Kampfsport haben unsere Nummer 6 geprägt und aus ihm einen trainingswilligen und kameradschaftlichen Kerl gemacht, der vor allem die gute Kameradschaft innerhalb Floorball Mainz schätzt.

David Trippler war 2014 plötzlich da. Keiner wusste woher, die Personaldecke war dünn, er konnte den Schläger halten und war deswegen direkt im Kader.

Der gelernte Hockeyspieler vom TV Alzey kam aus der heimlichen Hauptstadt Rheinhessens (Eigenwerbung Stadt Alzey) für sein Studium an der JGU nach Mainz und fand im Floorball eine rasante Möglichkeit sich fürs Hockey fit zu halten. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit kam er gut mit dem höheren Tempo, den längeren Schlägern klar und ging dazu über den Ball mit beiden Seiten der Kelle zu spielen (im Hockey verboten). Nachdem er sich auch die argentinische Rückhand abgewöhnen konnte wurde er mehr und mehr zum Teamleader und wichtigen Pfeiler im Mainzer Offensivspiel. Das hat sich mittlerweile so weit gesteigert, dass er in der abgelaufenen Saison unser Hessenliga-Topscorer (13 Tore, 25 Assists bei 18 Spielen, 3 Strafzeiten) wurde.

Trippler gehört zum Hardcore-Sportfans-Kern der Mannschaft, die sich die ein oder andere Nacht für Olympia, NHL oder NFL Playoffs um die Ohren schlägt.

Ab der kommenden Saison wird Trippler die Koordination des Großfeldteams übernehmen.

Stefan Böhme ist unser erster Spieler der den langen und harten Weg von einer Schul-AG (am Gutenberg Gymnasium) in unsere erste Mannschaft gemeistert hat. Mit fünf Jahren Schul-AG-Erfahrung ist er bereits im Dezember 2013 zu uns gestoßen und seit dem dabei. Unterbrochen wurde seine Floorballkarriere durch ein Jahr Work&Travel in Neuseeland nach dem Abi und einem langwierigen Kahnbeinbruch.

Aktuell absolviert der 20Jährige die Bundeswehr-Grundausbildung in Mainz und es ist nicht ganz klar ob ihn das Floorballtraining für die Bundeswehr fit macht oder umgekehrt. Im Anschluss wird er in Hamburg ein Bundeswehr Studium beginnen um dann als technischer Offizier 13 Jahre im Staatsdienst tätig zu sein. Wir versuchen trotzdem ihn als Spieler zu halten, aber Abgänge an 'die Waterkant' kennen wir ja leider auch schon zu Genüge. Böhme wird in der kommenden Saison erstmals eine feste Rolle im Großfeldspielbetrieb einnehmen und hofft das ein oder andere Mal einnetzen zu dürfen.