3 - 2 - 1 - Mainz .... äh ... Giants

Den Gastgeber im Finale ins Penaltyschießen gezwungen

Karlsruhe behält den Giants Cup zu Hause
Der richtige Pokal, das falsche Team

Karlsruhe, 25. Juni 2016 (Maxi Lüke)

Am letzten Juni-Wochenende nahmen die Mainzer Floorballer bei den Giants-Open Karlsruhe teil, um dort schon ein wenig Großfeldluft zu schnuppern. Nach einem Jahr Abstinenz in der Königsdisziplin sollten vor allem die neuen Spieler erste Erfahrungen im Spiel 5-gegen-5 sammeln und schon die ersten Blöcke getestet werden.

Die mangelnde Spielpraxis wurde auch gleich im Eröffnungsspiel offenbart, wo man glatt mit 0:3 gegen die Eishockey-Cracks vom Mannheimer ERC verlor. Insbesondere in der Auslösung und dem Zusammenspiel lief es bei Mainz nicht rund und wenn mal Chancen da waren, wurde diese zu wenig genutzt.

 

Im zweiten Spiel gegen die gastgebenden Karlsruher Giants lief es dann besser. Nach ein paar kleinen Positionswechseln kam Mainz im Spielaufbau besser zurecht und konnte aus einer stabilen Defensive heraus mit 1:0 als Sieger vom Platz gehen. In der Folge sollte auch das dritte Spiel gegen die Tübingen Sharks mit 3:0 gewonnen werden, womit zumindest das Soll, nämlich die Qualifikation für das Halbfinale erfüllt war.

Die Qualifikation für das Halbfinale schien allerdings bei den Mainzern wieder den Schongang zu aktivieren, denn im Spiel gegen Calw ließ man es vor allem im Spiel nach vorne und bei Abschlüssen ordentlich schleifen. So war es nur folgerichtig, dass Calw das Spiel mit 1:0 für sich entscheiden konnte.

 

Gegen die Hobby-Kicker aus Elpersheim, die teils zum ersten Mal einen Schläger in der Hand hielten, folgte dann aber noch einmal ein souveräner 6:2-Sieg, der das nötige Selbstvertrauen, für das anstehende Halbfinale geben sollte.

 

Dort sollte es erneut gegen Calw gehen, aber statt wieder in einen Halbschlaf zu verfallen begann Mainz diesmal konzentrierter und konnte schon nach knapp einer Minute durch Pluta auf Vorlage von Trippler in Führung gehen. Doch bereits fünf Minuten später egalisierte Calw das Ergebnis wieder, womit es wieder unentschieden stand. Dieses Ergebnis sollte bis drei Minuten vor Schluss Bestand haben ehe ein Calwer Spieler wegen eines zu harten Einsteigens gegen Pluta auf die Strafbank wanderte. Im darauffolgenden Powerplay konnte Kapitän Lüke auf Zuspiel von Burghof dann den Ball im gegnerischen Tor versenken, wodurch Mainz etwas glücklich, aber letztlich verdient ins Finale einzog.

 

Das Finale gegen den Gastgeber Karlsruhe lebte vor allem von der Spannung. Beide Teams gaben dem Gegner nur wenige Chancen, welche beide Teams auch ungenutzt ließen. Insbesondere Mainz konnte kurz vor Schluss noch ein paar gut Chancen herausspielen, die aber alle vergeben wurden. Damit ging es ins Penalty-Schießen. Dort traf lediglich ein Mainzer Schütze, was am Ende zu wenig sein sollte. Karlsruhe machte mit dem sechsten Penalty den Sieg klar und konnte erstmals in der Turniergeschichte den Cup zuhause behalten.

Auch wenn es am Ende nicht ganz für den Sieg gereicht hat, ließ das Mainzer Team gute Ansätze erkennen und steigerte sich im Stile einer echten Turniermannschaft von Spiel zu Spiel und war vor allem in den entscheidenden Spielen hellwach.

 

Für Mainz spielten:

Alexander Schuhen (Torwart, 0 Tore/0 Assists), Steffen Pluta (3/2 / 2 Minuten), David Trippler (2/2), Daniel Böhme (2/1), Maxi Lüke (Kapitän, 2/1), Tobias Kloep (1/0), Yannick Schneider (1/0), Cornelius Burghof (0/1), Friedrich Jagnow (0/1), Fabian Mieloch (0/1), Stefan Schonert (0/0), 


Mannheimer ERC - Floorball Mainz


DJK Giants Karlsruhe - Floorball Mainz