Vom Spiel zum Rheinhessenumzug

Abschlussspieltag in Frankfurt

Direkt nach dem Spiel kann man die Strapazen noch bei allen Spielern erkennen.
Mit Pokal und Urkunde dafür ohne Yannick

Am letzten Spieltag der Saison ging es für die Mainzer Floorballer ins nahe Frankfurt, um exakt ein Spiel gegen den TSV Tollwut Ebersgöns zu bestreiten. Schon vor dem Spiel stand Mainz, unabhängig vom Ergebnis, als Tabellensiebter fest. Tollwut musste auf die U19-Nationalspielerin Beppler-Alt verzichten, die mit der Nationalmannschaft in Kanada den WM-Titel erkämpft hat. Durch die Spielübertragungen zu nachtschlafender Stunde war Tollwut merklich müde. Bei beiden Teams schien dementsprechend ein wenig die Motivation zu fehlen an einem Sonntagmorgen bei herrlichstem Wetter in der Halle dem Lochball hinterher zu jagen.

 

Nichtsdestotrotz musste die Partie absolviert werden, auch wenn die ihre Bedeutung am Ende des Tages eher gering sein würde. Zudem musste Mainz mit  Spielertrainer Burghof, Pluta und Stapelfeldt den Ausfall von drei der fünf besten Scorer verkraften.

 

 

Die Partie verlief eher unspektakulär, da beide Mannschaften das Tempo immer wieder verschleppten und teils mehr mit ideenlosen langen Bällen versuchten vor das gegnerische Gehäuse zu kommen. Dennoch sollten einige Tore fallen. Das erste konnte Maxi Lüke für Mainz erzielen (2.) was Ebersgöns allerdings postwendend mit fünf Treffern in Folge beantwortete und zur 12. Spielminute bereits mit 5:1 in Front lag. In der 13. Spielminute war es dann erneut Lüke, der nach Vorlage von David Trippler auf 2:5 verkürzte.

 

Nach 15 gespielten Minuten folgte dann ein Tor der Marke „kurios“: Trippler lupfte einen Ball nach vorne in der Hoffnung die Kelle von Tobias Kloep zu finden. Stattdessen landete der Ball im Ebersgönser Gehäuse ohne das Kloep oder der gegnerische Goalie den Ball berührt hatten. Bis kurz vor der Pause schien sich Mainz also wieder stabilisiert zu haben. Zwei unnötige Fehler kurz vor Ende der ersten Hälfte nutzte der TSV dann aber eiskalt aus und zog wieder auf 7:3 davon. Sehr ärgerlich aus Mainzer Sicht, da man die Treffer mit etwas mehr Engagement in der Defensive leicht hätte verhindern können.

 

Interimstrainer Yannick Wesley behält den Überblick
Nötige Erholungspause auf der Bank

In der zweiten Hälfte war Mainz dann besser im Spiel, da sich die – mal wieder – neu formierten Reihen so langsam abgestimmt hatten. Außerdem fieberte Ebersgöns zunehmend auf das Public-Viewing des WM-Finales ihrer Teamkameradin Beppler-Alt entgegen. Die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte verliefen dementsprechend ereignislos, obwohl vor allem die Mainzer sich bemühten noch einmal heranzukommen. Das Ebersgönser Tor zum 8:3 nach einer schönen Kombination versetzte diesem Vorhaben dann in der 12. Minute aber einen herben Dämpfer. Zwar konnte Mainz bis zum Ende der Partie durch zwei weitere Treffer von Lüke – der Assist kam auch hier jeweils von Trippler – doch nochmal offensive Akzente setzen. Da Ebersgöns allerdings auch noch zweimal scorte blieb es am Ende beim verdienten Fünf-Tore-Rückstand.

 

Direkt im Anschluss ging es zurück nach Mainz wo der Rosenmontags- oder Rheinhessenumzug ausreichend Ablenkung bot.

 

 

Damit endete eine lange Hessenliga-Saison mit einer Niederlage, die am Gesamtergebnis (7. Platz) allerdings nichts mehr ändern sollte. An dieser Stelle gratulieren wir dem Meister aus Erlensee und freuen uns jetzt schon auf die nächste Saison, wo die Karten dann wieder neu gemischt werden.

 

Für Mainz spielten:
Alexander Schuhen (Tor, 0 Tore / 0 Assists), Maximilian Lüke (Kapitän, 4/0), David Trippler (1/3), Stephan Diether (0/0), Reto Hediger (0/0), Stefan Böhme (0/0), Tobias Kloep (0/0), Yannick Schneider (Trainer),